Christine Nöstlinger, Helden
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Kinder stark machen – Teil 2

Angst gehört zum Leben, und wir alle müssen lernen, mit Angst umzugehen.

mutKleine Helden – grosser Mut. Geschichten, die stark machen   In diesem Buch geht es darum, wie Kinder mit Angst umgehen. Wir haben ja schon im letzten Blog über Angst gesprochen und uns das „Traumfresserchen“ von Michael Ende und „Guter Drache, böser Drache“ von Christine Nöstlinger näher angeschaut.  Ich finde es ist wichtig, die Ängste der Kinder ernst zu nehmen und nicht als “das ist ja nicht schlimm, du brauchst keine Angst haben“ abzutun. Angst gehört zum Leben, und wir alle müssen lernen, mit Angst umzugehen. In diesem Buch geschieht das durch Geschichten, die Mut machen. Wir treffen die Prinzessin Pauranella und weil sie nicht aufhören kann, zu schlottern, bekommt die Prinzessin den Spitznamen Schlotterinchen. Ihr Vater, der König, weiss sich nicht zu helfen und schickt nach einem weisen Mann, der für alles einen Rat hat. Dieser weise Mann heisst Ibu Alli Dalli Saliba Arriba Tai-Fun al Schock Ibn Ala Basta Wan kum Zasta, kurz Jau-Jau genannt. Er erklärt dem verzweifelten König und dem zitternden Schlotterinchen, dass er der Prinzessin mittels seiner Geschichten helfen wird, ihr Schlottern zu überwinden.

Die Geschichten und vor allem der weise Zauberer sind lustig, ansprechend und es macht Spass, sie gemeinsam zu lesen. in meiner Erfahrung profitieren Kinder besonders von den Geschichten, wenn wir als Erwachsene uns Zeit nehmen, sie zusammen zu lesen und durch gemeinsames Diskutieren und Überlegen mit den Lebenserfahrungen unserer Kinder zu verknüpfen. In den Geschichten gibt es auch immer wieder kleine Reime und Sprüche, die helfen, die Angst zu überwinden und sich selbst Mut zu machen.
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wutKleine Helden – Riesenwut. Geschichten, die stark machen     Dies ist das zweite Buch des Autoren Duos Bartam & Rogge, das Kinder hilft, mit ihren oft starken Emotionen zurechtzukommen. Fast alle Eltern kennen die Situation, wenn die eigenen Kinder starke Gefühle zeigen wie Wut, Aggression oder Zorn. Oft passiert das ja auch in Situationen, in denen das einem peinlich ist oder man nicht weiss, wie man am Besten darauf reagieren soll. Man fühlt sich als Erwachsener hilflos. Dem Kind ergeht es ähnlich wie den Eltern: es erlebt Frustrationen; es wird erwartet, dass es sich anpasst; die Erfahrung im Kindergarten zu den „Grossen zu gehören“ und im nächsten Jahr in der Schule wieder neu als „Kleiner/Kleine“ anzufangen oder das Ich-will-etwas-haben-darf-es-aber-nicht-Dilemma.

Es geht also darum, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen, aber die Wut, den Zorn nicht grenzenlos zum eigenen Schaden oder zum Schaden anderer auszuleben. In „Kleine Helden – Riesenwut“ werden wie in „Kleine Helden – grosser Mut“ Geschichten erzählt, die Kindern dabei helfen, diese sozialen Fähigkeiten zu entwickeln.

Die Geschichte beginnt mit Rudi und seinem Teddybären Wüti. Sie erleben eine für Eltern sehr vertraute Situation: Rudi darf nicht tun was er gerne tun würde und wird rasend vor Wut. Seine Eltern versuchen, ihn zu beruhigen und warnen ihn vor der „Wutwolke“ auf der man landet, wenn man „vor Wut platzt“. Rudi ist beeindruckt und beschliesst, seinen Teddybaer für ein „Wutexperiment“ zu nutzen, bei dem der Teddy aber unerwarteterweise verschwindet. Rudi wird so wütend, dass er in die Luft schwebt und auf einer Wutwolke landet. Dort trifft er auf den weisen Jau-Jau, den wir ja schon aus dem vorherigen Buch kennen.

In den Geschichten geht es um Streit mit Freunden, trödeln, wie man mit furchterregeneden Bullys umgeht und um all die anderen täglichen Situationen, in denen man wütend werden kann. Beide Bücher sind zu fixen Bestandteilen unserer Kinderbibliothek zu Hause geworden. Wir lesen sie immer wieder gemeinsam, wenn es einen Anlass gibt oder wenn bei den Kindern Fragen auftauchen, wie sie einem Freund helfen können, der in der Schule oft wütend wird. Manchmal lesen wir die Geschichten aber auch nur, weil sie lustig sind.
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Musik, die wir im Podcast besprechen

geissLinard Bardill   Nachdem wir schon einige Male österreichische Musiker vorgestellt haben, die auch in österreichischer Mundart Musik für Kinder machen, war ich auf der Suche nach Musikern aus der Schweiz und Deutschland, die Kindermusik in Mundart komponieren. Dabei hatte ich das grosse Glück, auf Linard Bardill zu stossen. Der Schweizer Musiker Linard Bardill kann auf eine beispiellose Karriere als Musiker, Autor, Geschichtenerzähler und Komedian verweisen. Preise in so unterschiedlichen Genres wie der Salzburger Stier, Platin für seine erste Kinder-CD „Luege, was der Mond so macht“, Schweizer Fernsehpreis für seinen Film „Dragan und Madlaina“  etc. zeugen von seiner Kreativität. Ich mag seine Art Musik für Kinder zu machen sehr. Hört doch einfach mal rein!
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Noch intensiver setzen wir uns (Eva Murer und Adrian Plitzco) mit diesem Thema im Podcast „Kinder-Bücher-Musik“ des multikulturellen Radiosenders SBS in Australien auseinander. Eine Viertelstunde voller Informationen, Textbeispielen, Gespräche mit Autoren, Verlegern und Experten, Tipps, Analysen, hin und wieder Dispute, aber meistens Spass.

indexHier geht es zum Podcast: Kinder stark machen – Teil 2

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