Autor: kinderbuchmusik

J.K. Rowlings Zauberwelten

Generationen von Kindern haben Harry Potter regelrecht verschlungen. Deshalb kann ich mit Zuversicht davon ausgehen, dass es wenige gibt, die die Autorin J.K.Rowling nicht kennen. Ich habe eine besondere Beziehung zu Harry Potter, weil ich mit diesen Büchern wieder Vertrauen in meine Englischfähigkeiten bekommen habe. Weniger bekannt, aber deshalb nicht weniger gut, sind die beiden Bücher, die ich heute über Harry Potters Welt vorstellen möchte. Mit ihnen macht die Autorin J.K. Rowling die Magie für die Kinder noch greifbarer. Die Märchen von Beedle dem Barden ist sozusagen das Grimm’s Märchenbuch für Zauberer-Kinder wie Harry Potter. Bereits in der Einleitung wird auf diese Verwandtschaft hingewiesen, aber mit dem Unterschied, dass hier Magie nicht dem Bösen dient, wie beim vergifteten Apfel in Schneewittchen oder beim 100-jährigen Schlaf in Dornröschen. Unsere Helden selbst sind Zauberer, die mit Magie versuchen, ihre Probleme zu lösen aber nicht immer Erfolg damit haben. Die Geschichten sind wie Märchen aufgebaut und faszinieren Kinder. Welches Kind hört oder liest nicht gerne über Zauberer und Hexen? Aber in jeder der Geschichten verstecken sich mehrere Schichten …

Lustige Bücher für kleine Leser

Ein lustiges Buch bringt nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern, die es ihnen vorlesen, zum Lachen. Die Auswahl für diesen Blog und Podcast stammt aus dem Bücherschatz unseres Gastes Kerstin Harms. Kerstin ist Erzieherin an der Schule Geckos in Melbourne, hat drei Kinder, und daher sehr viel mit Kinderbüchern zu tun. Die folgenden zwei Bücher sind ideal für das Kindergartenalter, sind aber auch für Kinder in den ersten Schuljahren noch lustig zu lesen. Ein Geburtstagsfest für Lieselotte von Alexander Steffensmeier. Lieselotte ist eine Kuh. Jedes Jahr aufs Neue freut sie sich während Wochen auf ihren Geburtstag. Auf dem Bauernhof, auf dem Liselotte lebt, wird der Geburtstag jedes Tieres groß gefeiert. Heute ist es soweit, heute hat Lieselotte Geburtstag. Doch irgendetwas stimmt nicht. Alle tun so, als wäre es ein ganz normaler Tag. Selbst als Lieselotte versucht, ihre Freunde mit versteckten und dann ganz direkten Hinweisen auf ihren besonderen Tag aufmerksam zu machen, wird sie ignoriert. Schließlich beschließt Lieselotte traurig, allein zu feiern. Ob ihre Freunde sie wirklich vergessen haben oder ob es noch eine …

Wer mag mich?

Teenager sein ist ein hartes Los. Besonders wenn man ständig zweifelt: an sich selbst, an seinem Platz in der Welt, seinem Aussehen oder gar seinen Freunden. Dieser Themen nimmt sich die Jugendliteratur gerne an. Jugendbücher gehören zu einem Genre, dass sich meiner Meinung nach (und wirklich nur meiner persönlichen Meinung nach) oft in einem literarischen Niemandsland bewegt. Nicht mehr Kinderbuch, aber auch noch nicht Erwachsenenbuch mit erwachsenen Themen, oft voller Weltschmerz und moralisierender Untertöne oder geprägt von trivialen Dialogen und Ereignissen. Die zwei Bücher, die wir heute vorstellen, sind da keine Ausnahme, so unterschiedlich sie auch sind, sowohl von der sprachlichen Gestaltung als auch vom Inhalt. Wunder   ist die Geschichte von August, einem Jungen, dessen Gesicht entstellt ist, der unzählige Operationen über sich ergehen lassen musste und nun, nachdem er jahrelang zu Hause unterrichtet wurde, zum ersten Mal in eine Schule kommt. Das Buch beginnt mit Augustus als Erzähler. Er beschreibt seine Erlebnisse und seine Gedanken in einer einfachen, klaren und unaufgeregten Sprache. Als Leser sind wir mit ihm mitten im Geschehen und lernen …

Janet Blume, erfolgreiche Bloggerin

Ihre Begeisterung für Kinderbücher führte Janet Blume dazu, darüber in ihrem Blog zu schreiben. Mittlerweile gehört „Kinderbuchlesen.de“ zu den Spitzenreitern unter den Kinderbücher-Blogs. Janet Blume wohnt in Berlin und ist Mutter von zwei Töchtern. Beruflich hat sie sich jahrelang im Bereich der Unternehmenskommunikation und PR- und Öffentlichkeitsarbeit bewegt, bis sie 2012 zum ersten Mal mit dem Bloggen in Kontakt gekommen ist. Eine neue Liebe war geboren.       Für ihren Blog Kinderbuchlesen.de ist ihr dieses Jahr der Orden „Carlsen-Blogger-Held“ verliehen worden. Ob Klassiker, Bestseller, Neuerscheinung oder Geheimtipp, in Janet Blumes Blog findet man Rezensionen, Vorstellungen und viele Informationen zu Bilderbüchern, Kinderbüchern, Jugendbüchern, Sachbüchern und Hörbüchern. Noch intensiver setzen wir uns (Eva Murer und Adrian Plitzco) mit Janet Blume im Podcast „Kinder-Bücher-Musik“ des multikulturellen Radiosenders SBS in Australien auseinander. Janet Blume gibt auch tolle Tipps über Klassiker und Bestseller unter den Kinderbüchern.   Hier geht es zum Podcast: Janet Blume, erfolgreiche Bloggerin  

Wilhelm Busch!? Im Ernst?

Soll man Geschichten, in denen geschlagen, geprügelt, gepeinigt, verletzt, ja gar gemordet wird, seinen Kindern zum Lesen geben? Dieser Frage gehen wir in diesem Blog und im Podcast nach, anhand von Max und Moritz und Der Eispeter von Wilhelm Busch. Neben Der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann, zählt Wilhelm Busch mit seinen Geschichten wie zum Beispiel Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen oder Der Eispeter zu den Klassikern der deutschen Kinderliteratur. Beide Werke erschienen erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert, doch die Entstehungsgeschichte Buschs Bildergeschichte über die Streiche der zwei Lausbuben Max und Moritz und Hoffmanns Struwwelpeter könnte nicht unterschiedlicher sein. Hoffmann schrieb den Struwwelpeter als Geschenk für seinen kleinen Sohn, für den eigenen Hausgebrauch. Erst auf Drängen seiner Freunde veröffentlichte er die Geschichten. Der Struwwelpeter war von Beginn an ein voller Erfolg. Wilhelm Busch wollte eigentlich Maler werden und finanzierte sich seine Studien durch Karikaturen und humoristische Bildergeschichten in Satirezeitschriften. Seine Werke nannte er selbst etwas geringschätzig “Schosen”. Sein zuerst erschienenes Werk “Bilderpossen” enpuppte sich als Ladenhüter und so wurde …

Der Struwwelpeter

Von vielen verpönt als „schwarze“ Pädagogik, von vielen verschrien als „typisch brutal deutsch“. Doch es steckt auch viel wertvolle Pädagogik im klassischen Kinderbuch Der Struwwelpeter. Was tun, wenn die Suche nach einem passenden Buch als Geschenk für das eigene Kind erfolglos bleibt und die Zeit knapp wird? Ganz einfach, man kauft ein leeres Notizheft und beginnt selbst eine Geschichte zu schreiben und auch gleich selbst zu illustrieren. Klingt an den Haaren herbeigezogen? Dabei ist genau dieses Szenario die Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten und berühmtesten deutschen Kinderbücher der letzten 150 Jahre. Dr. Heinrich Hoffmann schrieb Der Struwwelpeter im Dezember 1844 für seinen dreiährigen Sohn Carl, nachdem er kein passendes Bilderbuch als Geschenk finden konnte. Das Buch landete schön verpackt unter dem Weihnachtsbaum und wäre ein sehr persönliches Geschenk geblieben, wenn nicht Freunde des Vaters es gesehen hätten und in ihrer Begeisterung Hoffmann, der eigentlich Arzt und Psychiater war, zur Veröffentlichung gedrängt hätten. Der Struwelpeter wurde 1845 erstmals verlegt und zu einem durchschlagenden Erfolg. In der ersten Woche wurden 1500 Stück verkauft, eine unglaubliche Anzahl in dieser …