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Ich schaffe das

Angst zu überwinden, braucht manchmal ganz schön Mut. Die deutsche Kinderbuchautorin Almut Weiler Anderson behandelt dieses Thema auf inspirierende Weise in ihrem ersten Bilderbuch. Uns hat das Buch so gut gefallen, dass wir Almut zu unserem Podcast „Abenteuer Lesen“ einluden, um über ihre Erfahrungen als Autorin zu sprechen. Auch wollten wir wissen, was sie dazu bewegt hat, dieses Buch zu kreieren. Heute ist Almut unser Gast hier im Blog. Sie hat sich nochmals hingesetzt und für uns den folgenden – ebenfalls inspirierenden – Text über das Mutigsein (bei Kindern und ebenso bei Eltern) geschrieben.   Auf der Suche nach Rosa. Eine Geschichte vom Mutigsein.       Almut Weiler Anderson Als ich nach der Veröffentlichung meines Buches gefragt wurde, wo die Geschichte von Hannah und Rosa eigentlich ihren Anfang genommen hat, habe ich bisher immer – beinahe reflexartig – geantwortet: „Während unseres Sabbat(halb)jahres in Berlin 2015.“ Bei längerer Betrachtung der Frage (zu der ich dank meines ausgeprägten Jetlags nach der Rückkehr aus dem deutschen Winter ausgiebig Zeit hatte) ist mir nun aber aufgefallen, dass die …

Neuanfang

Der Beginn eines neuen Jahres ist auch meist eine Zeit, in der wir über das vergangene Jahr reflektieren und das neue Jahr mit guten Vorsätzen begrüßen. Jeder Jahreswechsel ist somit nicht nur ein Neuanfang im Kalender sondern oft auch  ein zumindest versuchter Neuanfang mit guten Vorsätzen. Aber welche anderen “Neuanfänge” gibt es? Für diesen Podcast/Blog haben wir uns Kinder- und Jugendbücher ausgesucht, die sich auf die eine oder andere Art mit dem Thema beschäftigen. Das erste Buch trägt den einfachen und unscheinbaren Titel Door und stammt von Jihyeon Lee, einer südkoreanischen Autorin und Illustratorin. Die Geschichte kommt völlig ohne Worte aus und berührt durch die kunstvollen Illustrationen, die einzelne Bilder zu einer Erzählung verknüpfen, die zum Nachdenken und gemeinsamen Geschichtenerfinden anregen. Es geht um einen kleinen Jungen, der einen Schlüssel findet und damit Türen öffnen kann. Klingt nicht sehr spannend oder? Aber hinter jeder Tür erwartet ihn eine neue Welt, ein Neuanfang sozusagen zum Erforschen, Leute kennenlernen, Erfahrungen sammeln. Jeder Neubeginn ist spannend, kann aber auch Angst machen. Was erwartet uns hinter der Tür?  Eine …

Vorlesen und fürs Leben lernen

Kinder lassen sich gerne was vorlesen. Sie werden dabei nicht nur unterhalten, sondern erfahren auch durchs Hintertürchen, wie man sich im Leben bewährt. Wir stellen drei Bücher vor, mit den Themen Selbstwertgefühl, Mitgefühl und Kreativität, die Katharina Loesche mitgebracht hat. Sie war unser Gast im Podcast-Studio und schrieb auch diesen Blog.  Katharina Loesche ist Mutter dreier Kinder und leitet eine deutsche Spielgruppe in Brisbane, Australien. Piep, Piep, Piep: Das Buch der Geräusche   “I-aaah” macht der Esel, “Klacker-di-klack” die Bauklötzchen und natürlich macht die Polizei “Tatü-Tataa”. Doch damit geht es jetzt erst richtig los: Muuh, sssst, ratatadam, autsch, peng, wauwau, schmatz! Dieses kleine, kompakte Buch sammelt Geräusche für die ganz Kleinen, die mit großer Freude kaum die nächste Seite erwarten können. Welches Geräusch macht der Frosch? Die Kuh? und Weihnachten? Endlich mal ein Kleinkindbuch mit mehr als zehn Seiten! Dieses wirklich dicke Buch haben sich alle meine Kinder immer und immer wieder gerne angesehen – und mitgemacht. Täglich haben wir die Geräusche „vorgelesen“, bis sie sehr schnell fast alle nachmachten. Ich habe es schon mehrfach verschenkt …

Lustige Bücher für kleine Leser

Ein lustiges Buch bringt nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern, die es ihnen vorlesen, zum Lachen. Die Auswahl für diesen Blog und Podcast stammt aus dem Bücherschatz unseres Gastes Kerstin Harms. Kerstin ist Erzieherin an der Schule Geckos in Melbourne, hat drei Kinder, und daher sehr viel mit Kinderbüchern zu tun. Die folgenden zwei Bücher sind ideal für das Kindergartenalter, sind aber auch für Kinder in den ersten Schuljahren noch lustig zu lesen. Ein Geburtstagsfest für Lieselotte von Alexander Steffensmeier. Lieselotte ist eine Kuh. Jedes Jahr aufs Neue freut sie sich während Wochen auf ihren Geburtstag. Auf dem Bauernhof, auf dem Liselotte lebt, wird der Geburtstag jedes Tieres groß gefeiert. Heute ist es soweit, heute hat Lieselotte Geburtstag. Doch irgendetwas stimmt nicht. Alle tun so, als wäre es ein ganz normaler Tag. Selbst als Lieselotte versucht, ihre Freunde mit versteckten und dann ganz direkten Hinweisen auf ihren besonderen Tag aufmerksam zu machen, wird sie ignoriert. Schließlich beschließt Lieselotte traurig, allein zu feiern. Ob ihre Freunde sie wirklich vergessen haben oder ob es noch eine …

Wilhelm Busch!? Im Ernst?

Soll man Geschichten, in denen geschlagen, geprügelt, gepeinigt, verletzt, ja gar gemordet wird, seinen Kindern zum Lesen geben? Dieser Frage gehen wir in diesem Blog und im Podcast nach, anhand von Max und Moritz und Der Eispeter von Wilhelm Busch. Neben Der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann, zählt Wilhelm Busch mit seinen Geschichten wie zum Beispiel Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen oder Der Eispeter zu den Klassikern der deutschen Kinderliteratur. Beide Werke erschienen erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert, doch die Entstehungsgeschichte Buschs Bildergeschichte über die Streiche der zwei Lausbuben Max und Moritz und Hoffmanns Struwwelpeter könnte nicht unterschiedlicher sein. Hoffmann schrieb den Struwwelpeter als Geschenk für seinen kleinen Sohn, für den eigenen Hausgebrauch. Erst auf Drängen seiner Freunde veröffentlichte er die Geschichten. Der Struwwelpeter war von Beginn an ein voller Erfolg. Wilhelm Busch wollte eigentlich Maler werden und finanzierte sich seine Studien durch Karikaturen und humoristische Bildergeschichten in Satirezeitschriften. Seine Werke nannte er selbst etwas geringschätzig “Schosen”. Sein zuerst erschienenes Werk “Bilderpossen” enpuppte sich als Ladenhüter und so wurde …