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Ich schaffe das

Angst zu überwinden, braucht manchmal ganz schön Mut. Die deutsche Kinderbuchautorin Almut Weiler Anderson behandelt dieses Thema auf inspirierende Weise in ihrem ersten Bilderbuch. Uns hat das Buch so gut gefallen, dass wir Almut zu unserem Podcast „Abenteuer Lesen“ einluden, um über ihre Erfahrungen als Autorin zu sprechen. Auch wollten wir wissen, was sie dazu bewegt hat, dieses Buch zu kreieren. Heute ist Almut unser Gast hier im Blog. Sie hat sich nochmals hingesetzt und für uns den folgenden – ebenfalls inspirierenden – Text über das Mutigsein (bei Kindern und ebenso bei Eltern) geschrieben.   Auf der Suche nach Rosa. Eine Geschichte vom Mutigsein.       Almut Weiler Anderson Als ich nach der Veröffentlichung meines Buches gefragt wurde, wo die Geschichte von Hannah und Rosa eigentlich ihren Anfang genommen hat, habe ich bisher immer – beinahe reflexartig – geantwortet: „Während unseres Sabbat(halb)jahres in Berlin 2015.“ Bei längerer Betrachtung der Frage (zu der ich dank meines ausgeprägten Jetlags nach der Rückkehr aus dem deutschen Winter ausgiebig Zeit hatte) ist mir nun aber aufgefallen, dass die …

Irena Kobald, Kinderbuchautorin

Das Bilderbuch „Zuhause kann überall sein“ erobert die Welt im Sturm. Es ist mittlerweile in etwa zwanzig Sprachen übersetzt worden und gewann mehrere Literaturpreise, darunter das Kinderbuch des Jahres 2015 in Australien (englischer Titel: My two Blankets). Im Podcast erzählt uns die aus  Österreich stammende und heute in Australien lebende Autorin Irena Kobald, dass sie mit ihrem Buch in erster Linie zeigen will, was geschehen kann, wenn man eine fremde Sprache lernen muss. „Je mehr ich sie beherrsche, desto mehr fühle ich mich zu Hause.“   Hier geht es zum Podcast: Irena Kobald, Kinderbuchautorin     Das kleine Mädchen Wildfang musste seine Heimat verlassen und vor dem Krieg in ein fremdes Land fliehen. Alles dort scheint kalt, abweisend und vor allem fremd: die Menschen, die Sprache, das Essen und sogar der Wind. Wildfang möchte sich am liebsten nur noch in ihre geliebte Decke wickeln, die gewebt ist aus Erinnerungen und Gedanken an zuhause. Doch dann trifft sie im Park ein anderes Mädchen, das ihr nach und nach die fremde Sprache beibringt und mit ihr lacht. …

Wer mag mich?

Teenager sein ist ein hartes Los. Besonders wenn man ständig zweifelt: an sich selbst, an seinem Platz in der Welt, seinem Aussehen oder gar seinen Freunden. Dieser Themen nimmt sich die Jugendliteratur gerne an. Jugendbücher gehören zu einem Genre, dass sich meiner Meinung nach (und wirklich nur meiner persönlichen Meinung nach) oft in einem literarischen Niemandsland bewegt. Nicht mehr Kinderbuch, aber auch noch nicht Erwachsenenbuch mit erwachsenen Themen, oft voller Weltschmerz und moralisierender Untertöne oder geprägt von trivialen Dialogen und Ereignissen. Die zwei Bücher, die wir heute vorstellen, sind da keine Ausnahme, so unterschiedlich sie auch sind, sowohl von der sprachlichen Gestaltung als auch vom Inhalt. Wunder   ist die Geschichte von August, einem Jungen, dessen Gesicht entstellt ist, der unzählige Operationen über sich ergehen lassen musste und nun, nachdem er jahrelang zu Hause unterrichtet wurde, zum ersten Mal in eine Schule kommt. Das Buch beginnt mit Augustus als Erzähler. Er beschreibt seine Erlebnisse und seine Gedanken in einer einfachen, klaren und unaufgeregten Sprache. Als Leser sind wir mit ihm mitten im Geschehen und lernen …