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Wer mag mich?

Teenager sein ist ein hartes Los. Besonders wenn man ständig zweifelt: an sich selbst, an seinem Platz in der Welt, seinem Aussehen oder gar seinen Freunden. Dieser Themen nimmt sich die Jugendliteratur gerne an. Jugendbücher gehören zu einem Genre, dass sich meiner Meinung nach (und wirklich nur meiner persönlichen Meinung nach) oft in einem literarischen Niemandsland bewegt. Nicht mehr Kinderbuch, aber auch noch nicht Erwachsenenbuch mit erwachsenen Themen, oft voller Weltschmerz und moralisierender Untertöne oder geprägt von trivialen Dialogen und Ereignissen. Die zwei Bücher, die wir heute vorstellen, sind da keine Ausnahme, so unterschiedlich sie auch sind, sowohl von der sprachlichen Gestaltung als auch vom Inhalt. Wunder   ist die Geschichte von August, einem Jungen, dessen Gesicht entstellt ist, der unzählige Operationen über sich ergehen lassen musste und nun, nachdem er jahrelang zu Hause unterrichtet wurde, zum ersten Mal in eine Schule kommt. Das Buch beginnt mit Augustus als Erzähler. Er beschreibt seine Erlebnisse und seine Gedanken in einer einfachen, klaren und unaufgeregten Sprache. Als Leser sind wir mit ihm mitten im Geschehen und lernen …