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Theodor Geisel alias Dr. Seuss – deutsche Grosseltern, amerikanischer Erfolgsautor

Wer kennt sie nicht, die genialen Reime des Dr. Seuss? Seine Bücher zählen nicht nur zu den Klassikern amerikanischer Kinderliteratur, sondern sind auch ein Schatz voll Weisheit und Lebensfreude. Aber “funktionieren” die Reime auch in der deutschen Übersetzung? Lösen die Bücher die gleiche Faszination aus wie das amerikanische Original? Sehen wir uns zwei der klassischen Dr. Seuss Bücher in der deutschen Fassung genauer an. Grünes Ei mit Speck – Das Allerbeste von Dr. Seuss. Deutsch von Felicitas Hoppe. Fischer Verlag. In diesem Buch steckt nicht nur die berühmte Geschichte vom grünen Ei mit Speck (Originaltitel:  „Green Eggs with Ham“), sondern auch noch die Bücher “Da ist eine Nasche in meiner Tasche” und “Einfisch, Zweifisch, Rotfisch, Blaufisch”. Im ersten Buch Grünes Ei mit Speck wird Sam zu Jack unbenannt, der sich damit viel besser mit Speck reimt. Die Übersetzerin Felicitas Hoppe hat versucht, so nah wie das sprachlich möglich ist, am Original zu bleiben. Das ist ihr inhaltlich sehr gelungen. In den Reimen selbst geht es sich jedoch nicht immer aus, die gleichen Begriffe bzw. Worte …

Wilhelm Busch!? Im Ernst?

Soll man Geschichten, in denen geschlagen, geprügelt, gepeinigt, verletzt, ja gar gemordet wird, seinen Kindern zum Lesen geben? Dieser Frage gehen wir in diesem Blog und im Podcast nach, anhand von Max und Moritz und Der Eispeter von Wilhelm Busch. Neben Der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann, zählt Wilhelm Busch mit seinen Geschichten wie zum Beispiel Max und Moritz oder Der Eispeter zu den Klassikern der deutschen Kinderliteratur. Beide Werke erschienen erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert, doch die Entstehungsgeschichte Buschs Bildergeschichte über die Streiche der zwei Lausbuben Max und Moritz und Hoffmanns Struwwelpeter könnte nicht unterschiedlicher sein. Hoffmann schrieb den Struwwelpeter als Geschenk für seinen kleinen Sohn, für den eigenen Hausgebrauch. Erst auf Drängen seiner Freunde veröffentlichte er die Geschichten. Der Struwwelpeter war von Beginn an ein voller Erfolg. Wilhelm Busch wollte eigentlich Maler werden und finanzierte sich seine Studien durch Karikaturen und humoristische Bildergeschichten in Satirezeitschriften. Seine Werke nannte er selbst etwas geringschätzig “Schosen”. Sein zuerst erschienenes Werk “Bilderpossen” enpuppte sich als Ladenhüter und so wurde Max und Moritz vom Verleger abgelehnt. …