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Ich schaffe das

Angst zu überwinden, braucht manchmal ganz schön Mut. Die deutsche Kinderbuchautorin Almut Weiler Anderson behandelt dieses Thema auf inspirierende Weise in ihrem ersten Bilderbuch. Uns hat das Buch so gut gefallen, dass wir Almut zu unserem Podcast „Abenteuer Lesen“ einluden, um über ihre Erfahrungen als Autorin zu sprechen. Auch wollten wir wissen, was sie dazu bewegt hat, dieses Buch zu kreieren. Heute ist Almut unser Gast hier im Blog. Sie hat sich nochmals hingesetzt und für uns den folgenden – ebenfalls inspirierenden – Text über das Mutigsein (bei Kindern und ebenso bei Eltern) geschrieben.

 

Auf der Suche nach Rosa.

Eine Geschichte vom Mutigsein.

 

 

 

Almut Weiler Anderson

Als ich nach der Veröffentlichung meines Buches gefragt wurde, wo die Geschichte von Hannah und Rosa eigentlich ihren Anfang genommen hat, habe ich bisher immer – beinahe reflexartig – geantwortet: „Während unseres Sabbat(halb)jahres in Berlin 2015.“

Bei längerer Betrachtung der Frage (zu der ich dank meines ausgeprägten Jetlags nach der Rückkehr aus dem deutschen Winter ausgiebig Zeit hatte) ist mir nun aber aufgefallen, dass die Entstehungsgeschichte eigentlich noch weiter zurückreicht: Ins Jahr 2014 nämlich, in dem sowohl Hannah als auch Rosa (damals noch „Papa Bear“) ihr schauspielerisches Debüt gaben, als wir unsere eigene Version von Goldlöckchen nachgestellt und fotografiert haben.

almut1Das daraus entstandene Buch, für dessen grafische Gestaltung ich auch damals meinen Mann eingespannt hatte, diente dann als Geburtstagsgeschenk für Hannahs kleine Freunde und Freundinnen, und fand viel Anklang.

So kam mir das Jahr darauf in Berlin die Idee eines weiteren Fotobuches mit Hannah in der Hauptrolle, welches zunächst wieder nur als Geschenk für ihren und unseren unmittelbaren Freundeskreis gedacht war.  Die Inspiration für die Geschichte selbst lieferte mir Hannah, da sie in dieser Zeit eine Phase durchlief, in der sie auf einmal viel Ermunterung bedurfte, um sich gewisse Dinge alleine zu trauen. Eine augenzwinkerte Referenz zu unserem ersten Gemeinschaftswerk enthält „Auf der Suche nach Rosa“ übrigens auch. So sagt die Bäckersfrau nämlich zu Hannah: »Eine Freundin von dir war vorhin hier. Sie sagte, wenn ein kleines Goldlöckchen hier auftaucht, soll ich ihm das hier geben.« [Und sie fischte einen roten Umschlag aus ihrem Kittel.]

Dass dieses Mitbringsel dann sehr gut ankam, hat mich dazu ermutigt, das Buch einfach almut2ein paar Verlagen zur Veröffentlichung anzubieten. Ich erhielt – wie zu erwarten – erstmal viele Absagen. Doch dann bekundete ein marktführender australischer Verlag sein Interesse. Allerdings konnte sich die Verlegerin nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass Hannah auf der Suche nach Rosa alleine unterwegs ist. Also ein Erwachsener, vielleicht die Mutter, müsse schon immer in Sichtweite sein. Man könnte die Mutter doch in den Hintergrund der Fotos hineinfotoshoppen (ähnlich wie wir das auf einer Seite spaßeshalber mit Rosa gemacht haben). Tatsächlich habe ich eine Weile über diesen Vorschlag nachgedacht, letztlich kam es für mich dann aber doch nicht in Frage – denn die Botschaft des Buches wäre ja dann eine ganz andere geworden. Nicht mehr: „Ich glaube an dich, du schaffst das schon alleine.“, sondern „Ich fände es toll, wenn du es alleine schaffst, aber so richtig traue ich es dir noch nicht zu. Und außerdem ist die Welt einfach zu gefährlich. Deshalb lass ich dich besser doch nicht aus den Augen.“

In diesem Zusammenhang stellt sich mir – als Mutter, aber auch als Vorschullehrerin in Australien- schon länger die Frage: Ab wann beschneidet ein zu großes elterliches Sicherheitsbestreben auf unnötige oder gar ungesunde Art die kindliche Freiheit?

Auch mir liegt die Sicherheit und das Wohlergehen meines Kindes am Herzen. Gleichzeitig ist mir aber wichtig, meine Tochter zu einem eigenständigen, selbstwirksamen und widerstandsfähigen Menschen zu erziehen. Ich bin der Auffassung, dass ein durch Überbehütung erzeugter unnatürlicher Schonraum- wie er hierzulande oft zu beobachten ist- die Entwicklung von Kindern nachhaltig behindert: Kinder können sich nur zu eigenverantwortlichen, selbstständigen Menschen entwickeln, wenn man ihnen nicht die Lern- und Entwicklungschancen versagt, die das Meistern von Schwierigkeiten, Konflikten und Frustrationen eröffnet. Ich finde, wir müssen Kindern wieder mehr zutrauen. Und so verstehe ich mein Buch nicht nur als Mutmachbuch für Kinder, sondern auch für Eltern.

Allerliebsten Dank, Almut, für deine Worte. Wir geben deinem Buch auch unsere besten Wünsche mit auf den Weg. Lieber Leser, falls Du das Buch kaufen möchtest, solltest Du das in Deinem Lieblings-Buchladen tun. Für diejenigen, die lieber online bestellen, haben wir zum Buch den entsprechenden Link zugefügt. Einfach auf den Titel oder auf das Bild klicken. Amazon bezahlt uns dafür eine Provision, die hilft, die Kosten für den Blog zu decken.

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Wir (Eva Murer und Adrian Plitzco) setzen uns mit dem Thema „Mutigsein“ intensiver im Podcast „Abenteuer Lesen“ des multikulturellen Radiosenders SBS in Australien auseinander. Ansonsten sprechen wir jede Woche über ein neues Thema, meist zwanzig Minuten voller Informationen, Textbeispielen, Gespräche mit Autoren, Verlegern und Experten, Tipps, Analysen, hin und wieder Dispute, aber immer mit Spass.

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Fantasy und Magie

Ich werde oft von Eltern angesprochen, deren Kinder nicht gerne lesen oder sich überhaupt weigern, mehr als das Allernotwendigste zu lesen. Das Gespräch beginnt üblicherweise mit: “Eva, du hast es ja leicht, du liest gerne, deine Kinder lesen gerne und viel, was soll ich machen, mein Sohn/meine Tochter mag keine Bücher. Hast du eine Idee wie ich ihn/sie zum Lesen bringen kann?”

muffelIch bin überzeugt, dass es kein Patentrezept gibt. Wie Leser dieses Blogs und Hörer des Podcasts mittlerweile wissen, lese ich leidenschaftlich gerne seit meiner Kindheit und habe immer versucht, diese Begeisterung mit meinen Kindern zu teilen, “das Lesen” vorzuleben, gemeinsam Bücher zu erforschen und zu erleben. Von den ersten Babytagen an habe ich meinen Zwillingen jeden Abend vorgelesen. Ein Ritual, das sie nach wie vor einfordern. Man würde also annehmen, dass Zwillinge (beides Buben), die gemeinsam aufwachsen, gemeinsam vorgelesen bekommen und ihre Eltern aktiv lesen sehen, auch ähnliche Lesegewohnheiten entwickeln.

Die Realität war eine andere. Ein Zwilling entwickelte sich zu einer “Leseratte”, interessierte sich bald fürs “selber lesen” und entwickelte sehr schnell eine über sein Alter und Klasse hinausgehende Lesekompetenz. Sein Bruder hingegen nicht. Im Gegenteil. Er machte zwar seine Leseaufgabe, aber nur das absolut notwendige Minimum, um von der Lehrerin einen “Stern” zu bekommen. Jede weitere Zeile verweigerte er mit dem Kommentar: “Ich mag keine Bücher, ich mag nicht lesen”. Nicht gerade was eine lesebegeisterte Mutter hören möchte.

Was also tun?

Wir bestellten Bücher online (Bücher, die er sich aussuchen durfte, ihn aber dann doch nicht interessierten), schleppten ihn in Buchhandlungen (dort spielte er lieber mit der Holzeisenbahn, als Bücher anzuschauen), gingen zu Vorlesestunden in Büchereien (fand er langweilig), kauften Star Wars Bücher für Leseanfänger (er liebte Star Wars, aber nicht die Bücher) und ich las weiterhin jeden Abend Geschichten vor (das fand er toll).

Nach jahrelangen Bemühungen, ihn vom Lesen zu überzeugen, hatte ich beinahe schon aufgegeben. Dann kam der Beginn des neuen Schuljahres und wir hatten eine Buchhandlung eingeladen, bei unserer Samstagsschule GECKOS in Melbourne einen Bücherstand zu machen. Am Ende des Tages kam mein Sohn ganz aufgeregt zu mir und zeigte mir ein Buch, das er unbedingt haben wollte: “Gryphony – Im Bann des Greifen” – ein über 200 Seiten langes Buch, ohne Bilder, erster Teil einer 4-bändigen Serie. Ich war verständlicherweise skeptisch. Noch dazu wollte er die anderen Bände auch gleich haben. Schliesslich liess ich mich überreden und kaufte die ersten 3 Bände mit dem Hintergedanken, dass sein Bruder sie wohl lesen würde. Das war der Beginn der Verwandlung eines Lesemuffels zur Leseratte. Ich erkannte meinen Sohn nicht wieder. leseratteNicht nur las er freiwillig, er las stundenlang! In der Früh vor der Schule, in der Schule (er war mittlerweile bei Band 4 angelangt und nahm das Buch jeden Tag in die Schule mit) und am Abend im Bett. Er liest nun auch andere Bücher und findet sie toll.

Ich bin dem Autor dieses Buches, Michael Peinkofer, unendlich dankbar. Er hat es mit seiner Erzählung geschafft, die Lesebegeisterung in meinem Sohn zu wecken. Ein unbezahlbares Geschenk. Danke!

Wenn ich jetzt dein Interesse an den Schriftsteller Michael Peinkofer geweckt habe, dann lohnt es sich bestimmt, dir das Interview mit ihm, das ich mit meinen beiden Söhnen und Adrian Plitzco im Podcast geführt habe, anzuhören. Er erzählt uns zum Beispiel, was ihn zum Schreiben anspornt, welche Themen ihm wichtig sind und wie er es schafft, junge und ältere Leser mit seinen Büchern zu begeistern.

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Nun zu den Büchern, die ich eigentlich vorstellen möchte:

Gryphony, Band 1: Im Bann des Greifen von Michael Peinkofer beginnt mysteriös mit einem Prolog, der uns mit Malagant, einem Diener des Chaos und mit einem noch namenlosen Ritter und seinem Greifen bekannt macht. Nach diesem Einstieg in die Fantasywelt beginnt das Buch aber ganz “normal”. Melody ist ein Mädchen, das durch einen tragischen Unfall ihre Eltern verloren hat und nun bei ihrer Oma lebt. Sie hat die normalen Zweifel und Bedenken wie die meisten Kinder und Jugendliche in ihrem Alter, aber Gott sei Dank hat sie einen Freund an ihrer Seite: Roddy.

Das Abenteuer beginnt so richtig, als Melody einen geheimnisvollen Ring bekommt, der zu leuchten beginnt, wenn sie sich den Ruinen eines Steinkreises in der Nähe ihres Dorfes nähert. Sie kann natürlich nicht widerstehen und schleicht sich zusammen mit Roddy eines Nachts aus dem Haus, um den Steinkreis und das Leuchten ihres Ringes zu erforschen. Dieses Buch ist Band 1 einer Serie und sehr zu empfehlen.

Petronella Apfelmus: Verhext und festgeklebt. Band 1. Wem das erste Buch zu mysteriös ist aber dennoch ein Zauber/Fantasybuch lesen möchte, findet mit diesem Buch eine gute Alternative. Petronella Apfelmus ist eine Apfelbaumhexe, die in einem Apfel wohnt, zusammen mit Lucius, einem Hirschkäfer. Sie lebt ihr herrlich ruhiges Leben in einem verwilderten Garten einer Mühle, bis in das alte Müller-Haus Menschen einziehen – eine Familie mit 2 Kindern. Die zwei Kinder in der Familie heissen Lea und Luis und sind Zwillinge. Eines Tages vergisst Petronella Apfelmus die magische Strickleiter, die zu ihrem Apfelhaus führt, verschwinden zu lassen und die Zwilllinge entdecken ihr Geheimnis. Sie schleichen sich in den Apfel hinein und sehen sich um. Aber alles geht natürlich gut aus und die Hexe und die Kinder werden Freunde. Auch dieses Buch ist erst der Anfang einer Serie und sehr zu empfehlen.

Lieber Leser, falls Du eines der besprochenen Bücher kaufen möchtest, solltest Du das in Deinem Lieblings-Buchladen tun. Für diejenigen, die lieber online bestellen, habe ich zu jedem Buch einen entsprechenden Link zugefügt. Einfach auf den Titel oder auf das Bild klicken. Amazon bezahlt mir dafür eine Provision, die hilft, die Kosten für den Blog zu decken.

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Fantastische Geschichten

In unserem Blog und auch im Podcast ist die Mamabloggerin Yasmin zu Gast. Sie ist Mutter zweier Töchter und betreibt den Blog dierabenmutti.de. Ihren Blog versteht Yasmin als Anlaufstelle für Mütter, die sich einsam und unverstanden fühlen. Lesen und Vorlesen sind wichtige und regelmässige Aktivitäten in ihrer Familie. Yasmin liest im Podcast Passagen aus den Kinderbüchern vor, die sie mit ihrer fünfjährigen Tochter immer wieder gerne liest.

Doch zuerst ein Buch, das mir am Herzen liegt, weil ich Reimgeschichten liebe. Der Riese Knurr von Heinz Janisch kommt mit ganz viel Reim und Wortwitz. Der Riese Knurr stampft durch den Wald und die armen Tiere sind derart erschreckt, dass sie alle so schnell wie möglich das Weite suchen und sich verstecken. Alle? Nein! Drei mutige Mäuse stellen sich ihm in den Weg und laden den Riesen zu ihrem Geburtstag ein. Der Riese liebt Geburtstagstorten und schon wirkt er nicht mehr so furchterregend. Jemand der Geburtstagstorten liebt, kann ja nicht so furchtbar sein, oder? Das denken sich auch die anderen Tiere und wagen sich aus ihren Verstecken heraus, um mitzufeiern. Neben den Reimen lebt das Buch ganz besonders durch die Illustrationen. Astrid Henn gelingt es, die Bilder um die Reime herumfliessen zu lassen. Ihr Riese Knurr erscheint auch “nur” den Tieren gegenüber bedrohlich, denn wer genau hinschaut, sieht ihn schon auf der ersten Seite mit einem kleinen Lächeln durch den Wald eilen.

Hier nun die Bücher und der Text von Yasmin. Herzlich willkommen, Yasmin!

Maluna Mondschein – Magische Mondgeschichten
Die magischen Mondgeschichten werden von Maluna Mondschein und ihrem Freund dem Wolf erzählt. Maluna berichtet von ihren kleinen und großen Abenteuern und zeigt sich dabei sehr fantasievoll. Mir gefällt die offene Art der Fee, weil sie mich an meine große Tochter erinnert. Hin und wieder wirkt Maluna etwas rupig und egoistisch – doch in der harten Schale steckt ein weicher Kern. Sie meint es nicht so und möchte einfach neckisch sein. Der Leser muss oft über ihre Geschichten Schmunzeln, die zum Lachen und Träumen einladen. Maluna Mondschein war unser erstes Buch aus der Reihe, aber nicht das letzte. Die Sammlung knuffiger Gute-Nacht-Geschichten hat es uns richtig angetan.

Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne ist mir vor allem durch das ungewöhnliche Format ins Auge gefallen. Das Buch ist sehr viel größer, als unsere anderen Vorlesebücher – passend zum Thema der Riesenbirne. Wir begleiten Kater Mika und Elefant Sebastian auf eine unglaubliche Reise! Sie werden vom Vize-Bürgermeister aus der Stadt gejagt und sind auf der Suche nach ihrem guten Freund H.B.
Dazu müssen sie einem finsteren Meer, fiesen Piraten und einem Seeungeheuer standhalten. Obwohl die Abenteuer gruselig klingen, sind sie sehr kindgerecht illustriert und erzählt, sodass auch Kleinkinder ihren Spaß daran haben werden. Beim erstmaligen Lesen haben wir das gesamte Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil es so spannend war. Selbst für unsere damals 3-Jährige. Wer tierische Abenteuer liebt, sollte unbedingt zur unglaublichen Geschichte der Riesenbirne greifen.

Danke Yasmin für deine wertvollen Tipps! Lieber Leser, falls Du eines der besprochenen Bücher kaufen möchtest, solltest Du das in Deinem Lieblings-Buchladen tun. Für diejenigen, die lieber online bestellen, habe ich zu jedem Buch einen entsprechenden Link zugefügt. Einfach auf den Titel oder auf das Bild klicken. Amazon bezahlt mir dafür eine Provision, die hilft, die Kosten für den Blog zu decken.

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Wir (Eva Murer und Adrian Plitzco) setzen uns mit dem Thema „Fantastische Bücher“ intensiver im Podcast „Abenteuer Lesen“ des multikulturellen Radiosenders SBS in Australien auseinander. Das heisst, Yasmin von dierabenmutti.de erzählt auch hier, warum sie und ihre Tochter diese Bücher besonders mögen, und sie liest uns auch Passagen daraus vor.

Ansonsten sprechen wir jede Woche über ein neues Thema, meist zwanzig Minuten voller Informationen, Textbeispielen, Gespräche mit Autoren, Verlegern und Experten, Tipps, Analysen, hin und wieder Dispute, aber immer mit Spass.

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Neuanfang

Der Beginn eines neuen Jahres ist auch meist eine Zeit, in der wir über das vergangene Jahr reflektieren und das neue Jahr mit guten Vorsätzen begrüßen. Jeder Jahreswechsel ist somit nicht nur ein Neuanfang im Kalender sondern oft auch  ein zumindest versuchter Neuanfang mit guten Vorsätzen. Aber welche anderen “Neuanfänge” gibt es? Für diesen Podcast/Blog haben wir uns Kinder- und Jugendbücher ausgesucht, die sich auf die eine oder andere Art mit dem Thema beschäftigen.

Das erste Buch trägt den einfachen und unscheinbaren Titel Door und stammt von Jihyeon Lee, einer südkoreanischen Autorin und Illustratorin. Die Geschichte kommt völlig ohne Worte aus und berührt durch die kunstvollen Illustrationen, die einzelne Bilder zu einer Erzählung verknüpfen, die zum Nachdenken und gemeinsamen Geschichtenerfinden anregen. Es geht um einen kleinen Jungen, der einen Schlüssel findet und damit Türen öffnen kann. Klingt nicht sehr spannend oder? Aber hinter jeder Tür erwartet ihn eine neue Welt, ein Neuanfang sozusagen zum Erforschen, Leute kennenlernen, Erfahrungen sammeln. Jeder Neubeginn ist spannend, kann aber auch Angst machen. Was erwartet uns hinter der Tür?  Eine neue Freundschaft, eine Heißluftballonfahrt, Musikanten oder ein kleines Schlangenmonster?

door2Für JiHyeon Lee bedeuten die geschlossenen Türen auch unser Getrenntsein von Menschen, die wir nicht kennen. Indem wir die Türen öffnen, sind wir in der Lage, uns kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Für mich war dieses Buch auch eine Erinnerung, dass Neuanfänge nicht immer etwas Großes und Bedeutendes sein müssen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes hinter jeder Tür auf uns warten.

Es gibt aber auch Neuanfänge, die das gesamte Leben verändern. Mit der Familie auszuwandern gehört da sicherlich dazu. Im Buch  In die neue Welt: Eine Familiengeschichte in zwei Jahrhunderten  von Christa Holtei und Gerda Raidt geht es um die Familie Peters. Die Eltern leben mit ihren beiden Kindern Dorothea und Johannes in Deutschland, allerdings nicht im heutigen Deutschland, sondern im Jahr 1869. In einer Mischung aus Wissensvermittlung (Warum sind soviele Menschen zu dieser Zeit ausgewandert? Welche Auswirkungen oder Einflüsse aus dieser Zeit  kann man noch heute zum Beispiel in den USA erkennen?) und Geschichten erfahren wir, wie schwierig es für die Familie Peters war, in die USA auszuwandern und dort einen Neuanfang zu wagen. Wie traurig es ist, Abschied von Freunden zu nehmen und wie aufregend es ist, Neues zu sehen und kennenzulernen.

Die Illustrationen finde ich besonders gelungen. Sie lassen uns in die Zeit eintauchen und bieten zusätzliche Anregungen beim Lesen mit den Kindern über die damaligen Lebensumstände und die Erfahrungen der Auswanderer zu sprechen. Für viele Auswanderer bedeutete es ja, dass sie ihre Verwandten und Freunde nie wieder sehen würden. Anders als heute, wo wir ja selbst von Australien aus in 24 Stunden nachdampfer Europa fliegen können. Das Buch ermöglicht uns einen kleinen Einblick in den Mut, die Entschlossenheit und oft auch Verzweiflung der Auswanderer dieser Zeit, die den Schritt wagten, in einem neuen Land, weit weg von der Heimat, ein neues Leben zu beginnen.

Meine liebsten Dinge müssen mit  ist ein 2018 Buch von Sepideh Sahiri. Die Illustrationen sind von Julie Völk. Es widmet sich ebenfalls dem Thema Neuanfang in einem neuen Land, aber aus der Perspektive eines kleinen Mädchens. Sie bekommt von ihren Eltern einen Koffer geschenkt, um all die Dinge einzupacken, die sie gern hat und mitnehmen möchte. Aber was soll in den Koffer? Ist genug Platz? Es ist nicht von Beginn an klar, dass es sich um die Geschichte einer Familie handelt, die flüchtet und in Deutschland ein neues Leben beginnt. Die Zeichnungen wirken wie Bleistiftzeichnungen und nur die Gegenstände und Personen, die für das Mädchen von emotionaler Bedeutung sind, sind mit leuchtenden Farben gemalt. So entsteht eine berührende Atmosphäre voller Abschiedsschmerz, aber auch Hoffnung auf den Neubeginn.

Das letzte Buch zum Thema Neuanfänge erinnert uns, dass Zeit nicht unendlich ist und wir genau überlegen sollten, wie wir sie nutzen wollen. Das Buch Nur ein Tag von Martin Baltscheit beginnt mit einem Neuanfang – der Geburt der kleinen Eintagsfliege. Sie wird bereits von Wildschwein und Fuchs erwartet, die aber nicht wissen, wie sie ihr sagen sollen, dass sie nur einen Tag zu leben hat. Die beiden greifen zu einer Notlüge und erzählen der kleinen Fliege, dass der Fuchs nicht mehr lange zu Leben hat. Daraufhin meint die Fliege, dass eben das ganze Leben in diesen Tag hineinpassen müsse und beginnt sofort zu planen. Lügen haben natürlich auch in dieser Geschichte kurze Beine und die Fliege findet heraus, dass ihre beiden Freunde sie belogen haben. Was soll sie nun tun? Was ist ihr wichtig in der verbleibenden Lebenszeit? Das Buch ist trotz des traurigen Endes humorvoll und voller kleiner Weisheiten. Es erinnert uns, dass im Kreislauf des Lebens zu jedem Neuanfang auch ein Ende gehört.

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Bücher unterm Weihnachtsbaum

Stille Nacht, Heilige Nacht: es gibt wohl kaum jemanden, der dieses Lied nicht kennt, kaum eine Sprache, in die es nicht übersetzt wurde. Im Jahr 2011 wurde es von der UNESCO in das immaterielle Kulturerbe Österreichs aufgenommen und zahlreiche Filme widmen sich dem Phänomen dieses Liedes, das zum Inbegriff des Weihnachtsliedes wurde. Kaum jemand weiss jedoch, wie es zur Entstehung des Liedes kam. War da nicht etwas mit einer kaputten Orgel? Der Pfarrer, der Organist und eine Gitarre als Ersatz, um doch noch Musik während der Christmette zu geniessen? Geschichten und Legenden vermischen sich und tragen zum Zauber bei.

Karin Ammerer und Heinrich Götz gelingt es in ihrem Buch Stille Nacht. Die schönsten Geschichten rund um das weltbekannte Weihnachtslied diesen Geschichten und Legenden nachzuspüren und mit historischen Belegen zu verknüpfen. In kurzen Sachtexten werden die historischen Hintergründe der Entstehung und Verbreitung des Liedes beleuchtet und erklärt. Dazwischen  gelingt es den Autoren jedoch wunderschöne und stimmungsvolle Geschichten zu erzählen, die die Zeit sowie handelnde Personen (und Mäuse) lebendig werden lassen.

Wir spazieren mit dem jungen Hilfspriester Josef Mohr durch das Dorf auf dem Weg zur Christmette, als er die Idee zum Text eines Gedichtes hat – dem späteren “Stille Nacht”. Wir sind auch dabei, wenn die Orgel in Oberndorf kaputt geht und er den Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber bittet, eine Melodie zu seinem Gedicht zu schreiben. Letztendlich sind wir auch dabei, wenn die beiden das Lied zum ersten Mal vortragen. Eine der entzückendsten Geschichten im Buch ist die Geschichte der Mäuse, die möglicherweise für die kaputte Orgel verantwortlichen waren. Aus der Sicht der Mäuse Julia, Julius, Lina und Ludwig war natürlich alles ein bisschen anders.mice-2

Bjarkes Illustrationen sind stimmungsvoll und machen es dem Leser einfach, in die Geschichten einzutauchen. Sie vermitteln unaufdringlich auch einen Eindruck der Zeit, in der das Lied entstand. Das Buch hat aber noch etwas ganz besonderes zu bieten: auf einer beiliegenden CD kann man einer ganz speziellen Version von Stille Nacht lauschen. Das Wiener Glasharmonika-Duo hat das Lied für die Glasharmonika bearbeitet. Der Klang ist einfach verzaubernd. Ich muss gestehen, ich hatte davor noch nie von diesem Instrument gehört und war sofort fasziniert. Hier gibt es mehr Informationen zu den Musikern und den Instrumenten: glasharmonika.at  Zusätzlich liest Karin Ammerer das Weihnachtsevangelium vor. Rundum ein Hörgenuss!

Dieses Buch ist allen ans Herz zu legen, die gerne mehr über die Entstehung von Stille Nacht, Heilige Nacht erfahren und gleichzeitig mit ihren Kindern in die (vor-)weihnachtliche Stimmung  eintauchen möchten.

Durch Zufall bin ich beim Stöbern auf dieses außergewöhnliche Buch gestossen: Schwiitzer Wiehnachts Versli. Jacqueline und Daniel Kauer sind nicht nur Graphic Designer, Illustratoren und haben ihren eigenen Kinderbuchverlag, sondern haben auch diese modernen Weihnachtssprüche und Gedichte für Kinder und Erwachsene geschrieben. Alle Gedichte sind in Schweizer Mundart verfasst und liebevoll illustriert. Die Texte reichen von lustig-humorvoll bis zu nachdenklich. Dazwischen gibt es Koch- und Backrezepte, natürlich auch in Mundart. Meine Jungs hatten nicht nur viel Spaß beim Lesen, sondern auch beim “Übersetzen”, was das Gelesene wohl heißen könnte. versliDas Buch Schwiitzer Wiehnachtsversli ist im Verlag KaleaBook erschienen.

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Wir (Eva Murer und Adrian Plitzco) setzen uns mit dem Thema „Bücher unterm Weihnachtsbaum“ intensiver im Podcast „Abenteuer Lesen“ des multikulturellen Radiosenders SBS in Australien auseinander. Das heisst, wir feiern im wahrsten Sinne des Wortes Weihnachten! Wir haben uns zwei wunderbare, imaginäre Weihnachtsbäume ins Studio gezaubert, lesen uns gegenseitig Geschichten und Gedichte vor und erzählen uns auch die schönsten Momente aus unserer Kindheit, als wir mit grossen Augen und freudigem Herzen die Weihnachtstage regelrecht verschlangen.

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Advent – wie in alten Zeiten

Die Adventzeit ist angeblich die “besinnlichste” Zeit des Jahres. Zeit um innezuhalten, zu reflektieren, Zeit mit der Familie zu verbringen, Atem zu schöpfen, bevor das neue Jahr mit neuen Herausforderungen beginnt.

Das ist das Ideal. Die Realität sieht meist anders aus. Dieses und jenes Projekt muss noch schnell fertig werden, eine Weihnachtsfeier nach der anderen will geplant sein und besucht werden. In der Schule wird auf Hochdruck gearbeitet, die Geschenke für Weihnachten kaufen sich auch nicht von alleine, das Haus muss noch dekoriert werden. Kurz: viele von uns wünschen sich Besinnlichkeit und verspüren stattdessen Hektik und Stress.

roseggerWeihnachten mit Peter Rosegger. Die schönsten Erlebnisse der Waldheimat   von Karin Ammerer, hilft innezuhalten, durchzuatmen, Ruhe zu finden. Die Waldheimat ist eine Region der Obersteiermark, die für ihre landschaftliche Schönheit, schneereiche Winter und einheimischen Literaten berühmt ist. Elfriede Jelinek (Literaturnobelpreisträgerin 2004) stammt von hier, ebenso Peter Rosegger, mit dessen Geschichten aus der Waldheimat ich aufgewachsen bin. Peter Rosegger (er war selbst zweimal für den Nobelpreis nominiert) wurde 1845 in Alpl geboren und entwickelte sich vom armen Waldbauernbub zu einem der erfolgreichsten Autoren seiner Zeit. Eine Geschichte wie im Märchen.             Bei Amazon kaufen

karin_ammerer-213x300Karin Ammerer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Peter Roseggers Geschichten behutsam in moderner Sprache zu erzählen und somit auch heutigen Generationen zugänglich zu machen. Es gelingt ihr dabei, die Faszination und die Atmosphäre der Geschichten nicht nur zu erhalten, sondern in den Mittelpunkt zu rücken. Längst vergessene Weihnachtsbräuche, aber auch die Bescheidenheit und Dankbarkeit der Menschen dieser Zeit für die kleinen Wunder im Leben und der Zauber der Weihnachtszeit, werden so für uns erlebbar. Wir werden auch daran erinnert, dass Bräuche, wie zum Beispiel einen Christbaum im Haus zu haben und dass es ein Christkind gibt, das Geschenke für die Kinder bringt, noch nicht so alt sind.

Rosegger Adventssingen webZwischen den Geschichten finden sich Anleitungen für kleine Adventsbasteleien und Weihnachtslieder, die vielleicht nicht so bekannt sind. Die liebevollen Illustrationen stammen von Bjarke. Ein wunderschönes Buch für die Adventszeit, das den ursprünglichen Zauber der besinnlichsten Zeit des Jahres einfängt.

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20 Jahre Harry Potter

Generationen von Kindern haben Harry Potter regelrecht verschlungen. Deshalb kann ich mit Zuversicht davon ausgehen, dass es wenige Menschen gibt, die die Autorin J.K. Rowling nicht kennen oder keine Erfahrung mit ihren Zauberwelten haben. Meine Beziehung zu Harry Potter ist eine ganz besondere und hat ihre Wurzeln lange vor Erscheinen des ersten Bandes.

english bookVon klein auf hatte ich einen unstillbaren Lesehunger und tobte mich in unserer lokalen Bücherei vor allem in der Fantasy und Science-Fiction-Abteilung aus. Einzige Ausnahme davon bildeten Bücher, die es nur auf Englisch gab. Aufgrund zahlreicher unglücklicher Erfahrungen im Gymnasium war ich überzeugt davon, dass ich für Englisch nicht klug genug war. Eine Überzeugung, die sich bis zum Ende meines Studiums hartnäckig hielt. Ich weigerte mich konsequent, englische Texte zu lesen oder in meine wissenschaftlichen Arbeiten einzubeziehen. Bis ich mich eines Tages für einen 4-jährigen Weiterbildungskurs anmelden wollte. Einziger Haken: die Ausbildung war ausschließlich auf Englisch.

In meiner Verzweiflung wählte ich einen radikal anderen Ansatz als in der Schule. Ich wollte meine stoneBegeisterung für alles Magische ausnutzen, um meine Selbstzweifel zu überwinden. Ich kaufte Harry Potter and The Philosopher’s Stone. Auf Englisch.Was dann geschah, war zumindest für mich magisch. Ich las das Buch in einer Nacht mit Hilfe eines Wörterbuches und eines Buches über englische Grammatik. Am nächsten Tag kaufte ich den 2. Band und so ging es weiter, ein Buch nach dem anderen. Alle auf Englisch, und mein Vertrauen in meine sprachlichen Fähigkeiten wuchs mit jeder Seite. Heute lebe ich in Australien, unterrichte Englisch und kann mit Fug und Recht behaupten, dass Harry Potter mein Leben auf “magische“ Weise verändert hat.

rowlingJ.K. Rowling ist etwas sehr Seltenes und Kostbares gelungen. Sie berührt mit ihren Geschichten Millionen Menschen über Generationen hinweg. Wie viele Bücher gibt es, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert lesen können und in magischen Welten eintauchen lassen? Meiner Meinung nach nicht viele. Ich bin überzeugt, dass Harry Potter zu einem neuen Aufschwung der Lesebegeisterung bei Kindern und Erwachsenen beigetragen hat und wer einmal von diesem “Lesevirus” befallen ist, wer die “Abenteuer im Kopf” selbst erlebt hat, hört nicht mehr auf.

Das Interesse an Büchern, einmal geweckt, verschwindet nicht auf einmal wieder, sondern weitet sich aus, macht neugierig auf mehr, lässt uns nach neuen Abenteuern suchen. Meine eigenen Kinder bilden da keine Ausnahme. Wir genießen Harry Potter gemeinsam. Es ist ein verbindendes Erlebnis, das über dasfamily reading Lesen hinausgeht. Gemeinsames Gruseln, Lachen und Weinen (ich weine noch jedes Mal, wenn Sirius Black für immer verschwindet), endlose Diskussionen, wie es wohl mit einer Nebenfigur weitergehen könnte und der Wunsch meiner Kinder selbst,  Geschichten zu schreiben. Wird es jemals wieder ein Buch geben, das eine ähnliche Faszination ausübt? Auf jeden Fall. Vielleicht wird es ja gerade geschrieben.

Ich möchte an dieser Stelle auch behaupten, dass Harry Potters Welt beinahe grenzenlos ist. Weniger bekannt, aber deshalb nicht weniger gut, sind die beiden Bücher, die ich im Blog J.K. Rowlings Zauberwelten vorgestellt hatte. Mit ihnen macht die Autorin die Magie für die Kinder noch greifbarer. Und wessen Hunger auch danach noch nicht gestillt ist, sieht sich unbedingt im Hashtag #20yearsofmagicde um. Dort gibt es noch einiges mehr zu entdecken.

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20 Jahre ist es her, seit der erste Band von Harry Potter in deutscher Sprache erschien. Der Carlsen Verlag feiert diesen Geburtstag im großen Stil. Zum Beispiel mit einer Jubiläumsausgabe oder mit dieser Blogparade Harry Potter und die Magie des Lesens. Sie hat mich dazu bewogen, mein ganz persönliches Erlebnis mit Harry Potter hier niederzuschreiben.